Spendenvergabe “ Helfen durch werben“

Foto vlnr: Bettina Kurz, Tafel e.V. – Karl Schoch, Horn Citystore - Martin Dreßler – Jürgen Sandritter, Stotterer Selbsthilfe – Lothar Binding – Albertus L. Bujard und Dr. Thomas Plieninger, Obdach e.V.

Am Anfang war die Idee

Martin Dreßler hatte vor Jahren eine gute Idee. Er schuf die Plattform Rhein-Neckar-Dreieck-Info und die gleichnamige Internetseite. Sein Motto: „Vernetzt denken - sozial handeln“. Auf Grund seiner „Geschäfts-Idee“ ist Kommunikation, als Austausch von sozialer Kompetenz in ökonomisch orientiertem Zusammenhang möglich. Das heißt, er bringt Firmen aus der Rhein-Neckar-Region und soziale Gruppierungen zusammen. Dabei vernetzt er Firmen, die ein Herz für benachteiligte Menschen haben. Wer sich sozial engagieren und gleichzeitig für sein Unternehmen werben möchte, ist also in dieser Plattform richtig angekommen.

Die Spendenempfänger

Jetzt haben drei Heidelberger Vereine von Dreßlers Engagement profitiert. Der Obdach e.V. - Heidelberg erhält notwendige Arbeitsmittel im Wert von 1000 Euro. Die Heidelberger Tafel e.V. kann ebenfalls mit 1000 Euro die Kosten der Warenverteilung reduzieren. Der Stotterer-Selbsthilfe e.V. erhält einen Veranstaltungszuschuss von 500 Euro. Die Preise wurden in den Geschäftsräumen des Horn-Citystore im Carré übergeben.

Als Laudator würdigte Lothar Binding die Arbeit von Martin Dreßler: „Die kundenorientierte Verknüpfung von Unternehmen mit sozial verantwortlichem Management und Unternehmen oder Einrichtungen in der Sozialwirtschaft kann ökonomisch sehr tragfähige Synergien schaffen – aber eben nicht nur ökonomisch. Man lernt selten mehr übereinander und voneinander als beim gemeinsamen Arbeiten, in einer von Vertrauen geprägten Geschäftsbeziehung“, so der SPD Bundestagsabgeordnete.

Lothar Binding besuchte Psychiatrisches Zentrum Nordbaden

Lothar Binding, SPD Landtagskandidat Hansjörg Jäckel, Chefarzt Dr. Rolf-Dieter Splitthoff und Personalratsvorsitzender Peter Weckesser in einem Patientenzimmer.

Forensische Fachambulanz leistet innovative Arbeit für Bürger und Gesellschaft

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding und der Wieslocher SPD Landtagskandidat Hansjörg Jäckel besuchten jüngst das Psychiatrische Zentrum Nordbaden in Wiesloch. Sie ließen sich von Chefarzt Dr. Rolf-Dieter Splitthoff über den Wieslocher Maßregelvollzug (MRV) informieren. In Wieslochs MRV sind 250 Patienten – psychisch kranke Straftäter - von Gericht aus untergebracht. Eingewiesen, um in der Einrichtung nach dem Prinzip „Sicherheit neben Therapie“ behandelt zu werden. Splitthoff machte klar, dass der Maßregelvollzug keine Sackgasse für die Patienten sei, denn Wegsperren für immer sei keine Lösung. „Patienten bleiben bei uns durchschnittlich sechs Jahre in Behandlung, bevor sie in ein geordnetes und vorbereitetes Umfeld entlassen werden können“, so der Chefarzt, „und darüber entscheidet wiederum das Gericht.“ Die Wieslocher Klinik gilt als eine der strengsten forensischen Kliniken, was sich in sehr niedrigen Rückfallquoten äußert. Messbar wird das bei Betrachtung der Anzahl der Lockerungsmaßnahmen, 92.000 sind es im Jahr in Wiesloch. Dabei werden mit den Patienten nach und nach Verabredungen getroffen, die deren Leben ein Stück weit freier werden lassen – beispielsweise zählt dazu der Ausgang in den gesicherten Stationsgarten oder Jahre später der gemeinsame Spaziergang mit Pflegekräften im PZN-Gelände. In der Stadt Wiesloch ist die forensische Klinik kein spezielles Thema. Nachbarschaftsdialoge werden geführt, man feiert gemeinsam im therapeutischen Bauernhof, Scharen von Kindergärten und Schulklassen tummeln sich im PZN-Park.

Seit 2003 verfolgen die PZN-Forensiker einen völlig neuen Ansatz. Im Hinblick auf die forensisch orientierte Nachsorge zur Vermeidung von Straffälligkeiten haben sie, bislang finanziert aus eigenen Klinikmitteln, eine forensische Fachambulanz aufgebaut. „Früher wurden Patienten auf Bewährung in das alte Umfeld entlassen, die Familie, niedergelassene Ärzte und andere Helfer sollten sich weiter um die Menschen kümmern,“ so Dr. Christian Oberbauer, „es fehlte jedoch spezielles forensisches Hintergrundwissen.“ Deshalb sei insbesondere eine Ambulanz eingerichtet worden. Aktuell betreut die forensische Fachambulanz Wiesloch mit sieben Mitarbeitern 126 Patienten plus 30 Probewohner Die gesetzlichen Mittel dieses innovativen Konzeptes gibt es aber erst seit Juli 2010. Chefarzt Splitthoff erläutert in diesem Zusammenhang die finanzielle Ausstattung durch das Sozialministerium Baden-Württemberg. „Durch die Ambulanz sparen wir dem Land viel Geld, so dass es sich rechnet, wenn die Einstellung von gut ausgebildetem Fachpersonal finanziert wird. An die besondere Problematik der Finanzierung knüpfte auch der Personalratsvorsitzende Peter Weckesser an. „Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte gehen uns mehr und mehr aus“, so Weckesser. Die Gründe dafür sind eine hohe Arbeitsbelastung, der relativ niedrige Lohn und die Besonderheiten der Psychiatrie, die es den Personalern schwer macht, Nachwuchs zu finden. In Hessen würde auf elf Straftäter eine ambulante Fachkraft kommen – in Wiesloch seien das zurzeit pro Mitarbeiter über 20 Patienten.

Lothar Binding nahm die differenzierten Schilderungen im Hinblick auf dieses Problem der Kliniker ernst. “Wenn es hier um qualitativ hochwertiges Fachpersonal geht und das Land durch die Schaffung einer forensischen Ambulanz auch noch Geld spart, dann muss die Politik hier finanziell nachbessern“, so der Finanzexperte. Er fordert das Land und die Tarifparteien auf, die monetären Anreize für das dringend notwendige Fachpersonal zu erhöhen.

 

Lothar Binding hat Ehrenamtspreise vergeben

Die Jury hat entschieden: Die diesjährigen Preisträger des Ehrenamtspreises, den der SPD Bundestagsabgeordnete Lothar Binding stiftet, sind gefunden. Die Jury bestand aus Renate Schmidt, Eppelheim, Maren Diebel, Heidelberg, Wolfgang Metzeltin, Weinheim und Irmtraut Spinnler, Heidelberg. Man traf sich in Heidelberg in der Gaststätte Stazione am Kirchheimer Bahnhof.

Mit einer 4-tägigen BPA-Reise in die Bundeshauptstadt Berlin wurde Frau Ursula Hyder für ihre ehrenamtliche organisierte Geschenkaktion bedacht. Sie sammelt seit Jahren Dinge des alltäglichen Bedarfs, die andere Menschen nicht mehr gebrauchen können und stellt sie dann vor ihre Haustüre in die Heidelberger Kaiserstraße. Jeder Passant kann sich dann etwas davon mitnehmen. In den letzten Jahren ist dies auf eine sehr große Resonanz gestoßen.

Der Muddy´s Club e.V. aus Weinheim erhielt einen Geldpreis von 100 Euro. Für die Ziele Musik, Völkerverständigung und Jugendpflege wurde der Club gemeinnützig anerkannt. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Weinheim erklärte ihn schon 1997 zum Freien Träger der Jugendarbeit. Antonia Scheib-Berten und Elisabeth Schumacher berichteten von ihrer ehrenamtlichen, soziokulturellen Arbeit und nahmen mit „sehr viel Freude“ den Preis entgegen. .

Der Pro Down e.V. aus Heidelberg leistet mit seinen Aktivitäten zur Förderung der Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen in der Freizeit ausgezeichnete ehrenamtliche Arbeit, befand die Jury und bekam 200 Euro. Renate Schmidt übergab den Preis. Der Verein fördert Projekte für die Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen aller Behinderungsarten in Freizeit und Familie. Der Verein Pro Down ist im Jahr 2000 aus einer Initiative von Pädagogen, Therapeuten, Interessierten und vor allem Eltern von Kinder mit Down-Syndrom in Heidelberg entstanden. "Ausgehend von der Tatsache, dass Kinder mit Down-Syndrom nachweislich gefördert werden können und aus diesem Grund auch in Regel-Schulklassen integriert werden, entstand das Bedürfnis, diese Integration auch im außerschulischen Bereich unter nicht allzu großer finanzieller und organisatorischer Belastung der Eltern zu ermöglichen" so die 1. Vorsitzende Gisela Wrensch.

An die Big Brothers Big Sisters Rhein Neckar gGmbH geht ein besonderer Dank und Anerkennung. Das Mentorenprogramm für Kinder und Jugendliche startete Anfang 2007 in der Metropolregion. Unterstützt wird die gemeinnützige, unabhängige Einrichtung durch die Benckiser Stiftung für Jugendförderung sowie durch verschiedene Unternehmen. Die Organisation vermittelt ehrenamtlich engagierte Mentorinnen und Mentoren für Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Lebensverhältnissen. "Ein Junge bekommt einen Mentor, ein Mädchen eine Mentorin. Beide unternehmen alle ein bis zwei Wochen etwas miteinander", so die Regionalleiterin Linn Schöllhorn bei der Preisübergabe. Darüber hinaus bieten die Regionalstellen immer wieder Gruppenveranstaltungen für die Tandems, wie gemeinsames Floßbauen oder Raketenwagenrennen an. Die BBBSD erhielt den diesjährigen Hauptpreis von 300 Euro.

Bei der Vielzahl der Bewerbungen, insgesamt beriet die Jury über 25 Vorschläge, fiel es schwer, die richtige Organisation oder Person für einen Preis zu finden. Lothar Binding übergab die Preise mit einer persönlichen Widmung und dankte allen Preisträgern: "Bürgerschaftliches Engagement ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Ihr Einsatz und der von weiteren ungefähr 22 Millionen Deutschen ist - abgesehen von der sozialen Bedeutung - auch unbezahlbar, mein Preis soll diese Bedeutung des Ehrenamts in der Gesellschaft deutlicher werden lassen", so der Bundestagsabgeordnete zum Abschluss.

Rote Filmnacht 2010

Es moderierten Lothar Binding und Adrian Gillmann

Innerhalb der roten Filmnacht präsentierten Lothar Binding und die Heidelberger SPD in Zusammenarbeit mit dem Programmkino Kamera einen kulturellen Filmleckerbissen. Für solidarische drei Euro konnten sich interessierte Heidelberger von 20 Uhr bis vier Uhr morgens drei Filme ansehen sowie mit Lothar Binding diskutieren.

140 Gäste, darunter viele Studierende, ließen es sich nicht nehmen hier einmal die Ansichten eines Abgeordneten zu populärem Kino mit politischem Bezug zu erfahren. Gestärkt durch Kaffee sowie den hauseigenen Getränkeverkauf blieben viele bis weit in den Morgen hinein. Besonders die Auflösung des Filmnacht-Quiz wurde gespannt erwartet, bei dem es einiges zu gewinnen gab.

Ein MdB zum Anfassen

Lothar Binding mit der 10a des Kurpfalzgymnasiums in Schriesheim

Der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding besuchte die Klasse 10a des Kurpfalz-Gymnasiums in Schriesheim. Immer wieder laden Schulklassen aus dem Wahlkreis Heidelberg-Weinheim Bundespolitiker in ihren Politikunterricht ein.

Dieses Mal traf der SPD Politiker mit seinem roten Bus um 11 Uhr an der Schule ein. Er wurde von zwei Schülerinnen, die beide ein Praktikum bei ihm absolviert haben, und den Schulbesuch organisieren, empfangen. Beim Betreten des Klassenzimmers ist der Respekt vor dem ranghohen Politiker den Schülerinnen und Schülern zunächst stark anzumerken. Die Gruppe setzt sich dann in einem Kreis zusammen, und die Klassenlehrerin begrüßt alle. Sie berichtet, dass sich die Schüler in Form einer Hausarbeit, mit aktuellen politischen Themen befasst haben, und Fragen an den Abgeordneten vorbereitet hätten.

Nach einiger Zeit entwickelt sich eine angeregte Unterhaltung. Das Hauptthema ist zunächst die jüngste Wahl des Bundespräsidenten: „Ist eine Direktwahl sinnvoll oder nicht?“, „Was halten sie von Christian Wulff?“, „Wie beurteilen sie das Verhalten der Linken?“...

Schnell wird klar, dass hier entsprechend notwendiges Hintergrundwissen vorhanden sein muss, um ein gutes Gespräch zustande zu bringen. „Die Klasse hat sich super vorbereitet und es hat viel Spaß gemacht mit jungen Menschen über ihre politischen Vorstellungen zu diskutieren“, so Binding.

Erfreut, von dem, von Schülerseite vorgebrachtes Interesse an der Politik, beantwortet Lothar Binding geduldig alle an ihn gestellten Fragen. Die Diskussion weitet sich, im Laufe der eineinhalb Stunden, auf nahezu alle aktuellen Themen aus, die momentan in der öffentlichen Diskussion sind. Das größte Interesse gilt der Finanzkrise. Mit Hilfe der Schultafel und all seinem zeichnerischen Talent, gelingt es dem ehemaligen Heidelberger Stadtrat und heutigem Finanzausschussmitglied im Bundestag auch dieses schwierige Themenfeld für alle Schüler anschaulich darzustellen. Sie verfolgen sehr aufmerksam, was der Finanzexperte vor ihnen referierte. „Ganz schön kompliziert, aber jetzt ist mir schon ein bisschen klarer geworden, wer der Verursacher dieser Misere ist“, so eine Schülerin nach der Stunde. Die Schulglocke beendete dann das Treffen, das sicher noch einige Zeit hätte dauern können, wenn es nach den Schülern gegangen wäre.

Zum Abschluss wurde noch ein gemeinsames Foto gemacht, und der Abgeordnete erhielt ein kleines Präsent von der Klasse.

Philipp Kadel

Weinheim – Spatenstich für AWO Soziale Dienste

Foto: NT

Das Projekt „AWO Soziale Dienste“ auf dem einstigen Industriegelände der Firma Freudenberg wird Ende 2011 verschiedene Angebote der Arbeiterwohlfahrt Rhein-Neckar in sich vereinigen. Oberbürgermeister Heiner Bernhard selbst langjähriges AWO-Mitglied ist froh, dass die AWO ein solches „Projekt stemmt“. Er spricht von einer Konzeption, die absolut zukunftsweisend sei. Einstimmig habe der Gemeinderat für einen städtischen Baukostenzuschuss gestimmt, darauf sei er stolz.

Jetzt entstehen im Ortsteil Weinheim-Müll Beratungsstellen, eine therapeutische Werkstatt, ambulante Dienste, das Ferienwerk, und darüber hinaus eine Krippe für 20 Kinder. In das Projekt werden auch die Tagesstätte in Weinheim sowie die Kreisgeschäftsstelle in Ladenburg integriert.

Die Schirmherrschaft von Franz Müntefering kommt nicht von ungefähr: Er sei gekommen, weil das Projekt ihn interessiere, sagte der ehemalige SPD Vorsitzende. „Die Initiative ist ein gutes Vorbild für diejenigen, die sich Gedanken darüber machen, wie Sozialstaat und Sozialgesellschaft in Zukunft organisiert werden könnte. Müntefering beschrieb den Neubau als „multifunktional“. AWO Kreisgeschäftsführer Weißkopf lobte die Konzeption. Er wolle künftig alles miteinander vernetzen.

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